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Inflation und Staatsverschuldung

Inflation & Staatsverschuldung in u. a. Deutschland / USA / Europa (aktuell)

Inflation und Staatsverschuldung sind eng miteinander verknüpft: Im Anschluss an einen deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten der öffentlichen Hand findet oft eine Entwertung der Schulden durch Inflation statt. Diese geschieht u.a. dadurch, dass Zentralbanken trotz eines konjunkturellen Aufschwungs eine sehr expansive Geldpolitik betreiben, die dazu führt, dass Löhne und Preise ansteigen.

Für Regierungen, deren Handlungsspielraum durch hohe Schuldenlasten eingeschränkt ist, ist eine Inflationierung verlockend: Durch einen deutlichen Anstieg des nominalen Preisniveaus der Volkswirtschaft steigen die Steuereinnahmen und die Schuldenlast kann zurückgeführt werden. Inflation verteilt Einkommen und Vermögen um.

Inflation: Die Lebensversicherung verliert an Wert

Schuldner profitieren von Geldentwertung, weil ihre Verbindlichkeiten real zurückgehen. Gläubiger hingegen – und dazu zählen auch Besitzer von Lebens- und Rentenversicherungen, Bundesanleihen, Sparbüchern und Einlagekonten, verlieren. Sie können mit ihren Vermögenswerten weniger Güter und Dienstleistungen konsumieren.

Die Erfahrung zeigt, dass der Großteil der Bevölkerung unter einer Inflation leidet und zu den Verlierern der Geldentwertung zählt. Die realen Einkommen sinken deutlich, weil die Lohnentwicklung die steigenden Preise nicht ausgleichen kann. Darüber hinaus greift die so genannte kalte Progression: Mit steigenden Nominallöhnen steigt auch die relative Abgabenlast, die Arbeitnehmer und Unternehmen tragen müssen.

Die Industrienationen sind so hoch verschuldet wie nie

Die Staatsschulden in den Industrienationen sind so hoch wie nie. Die Gesamtschuldenlast wird zumeist in Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ausgedrückt. Die durchschnittliche Verschuldung der Staaten der Eurozone betrug im Jahr 2009 fast 80 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts. Sie wird durch die hohen Haushaltsdefizite spätestens bis zum Jahr 2015 die Marke von 100 Prozent überschreiten.

Einige Staaten – wie z.B. Italien und  Griechenland  – haben schon heute mehr Schulden als ihre Volkswirtschaft in einem Jahr erwirtschaftet. In anderen Teilen der Welt sieht es noch finsterer aus: Die USA – die größte Volkswirtschaft der Welt – leiden unter einer Schuldenlast von fast 90 Prozent des BIP. In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass der amerikanische Staat mir fast 13 Billionen US-Dollar verschuldet ist. Noch schlimmer sieht es in  Japan aus, wo der Schuldenstand sich im Jahr 2009 auf fast 190 Prozent des BIP belief.

Schuldenuhr mit Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland

Schuldenuhr

Schuldenuhr mit Pro-Kopf-Verschuldung in den USA

Staatsverschuldung USAFoto von kreg.steppe