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Das Bretton-Woods System

Bretton Woods System einfach & leicht erklärt (Definition & Zusammenfassung)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde unter Federführung der USA von den westlichen Industrienationen installiert. Es sollte den weltweiten Finanz- und Devisenmärkten Stabilität verleihen und dadurch zu einer prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

Der Kernpunkt des Bretton-Woods-Systems war die Kopplung der Währungen aller teilnehmenden Staaten an den US-Dollar. Die Währungen konnten in einem fixen Verhältnis gegen den  Greenback eingetauscht werden. Freie Wechselkurse, wie sie heute üblich sind, gab es nicht. Die anderen Mitgliedstaaten verpflichteten sich, die Wechselkurse ihrer Währungen innerhalb einer bestimmten Bandbreite zu halten und dadurch Verzerrungen zu unterbinden. Dies wurde durch Interventionen der Zentralbanken erreicht. Der US-Dollar war zu dieser Zeit keine einfache Papierwährung, sondern unterlag einer Kopplung an Gold.

Dieser so genannte Goldstandard sah vor, dass eine Feinunze Gold jederzeit für 35 US-Dollar gekauft werden konnte. Der Goldpreis war damit ebenfalls fixiert. Ein Goldstandard dient dazu, die beliebige Vermehrung von Papiergeld durch Regierungen und Notenbanken zu verhindern. Die gesamte im Umlauf befindliche Geldmenge war durch Gold gedeckt.

Bretton Woods wurde aufgegeben

Das Bretton-Woods System wurde zu Beginn  der 70er Jahre aufgelöst. Dafür gab es verschiedene Gründe. Einer davon waren die hohen Ausgaben der USA für die Kriege in Vietnam und Korea. Dadurch sah sich die Regierung der Vereinigten Staaten zu einer Ausweitung der Geldmenge veranlasst, die zu einer Inflationierung der Staatsschulden führte.

Ein weiteres Problem war die wachsende Geldmenge außerhalb der USA. Viele Teilnehmerstaaten verloren das Vertrauen in die Golddeckung. So wollte unter anderem Frankreich Ende der 60er Jahre seine Dollarreserven in Gold umtauschen. Die USA verfügten aber nicht über die dazu notwendigen Goldbestände und kamen ihrer Verpflichtung nicht nach. Zu Beginn der 70er Jahr hoben die USA dann die Verpflichtungen durch die Golddeckung ganz offiziell auf.

Heute können Zentralbanken Geld in praktisch beliebiger Menge drucken bzw. „Schöpfen“. Die Notenbanken in den USA, Japan und Europa können dazu Staatsanleihen direkt von den Regierungen aufkaufen. Diese erhalten so das angeforderte Geld und können theoretisch beliebig große Defizite anhäufen.

  • Bretton Woods sah regulierte Wechselkurse und eine Golddeckung vor
  • Bretton Woods scheiterte unter anderem an hohen US-Staatsschulden