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Trends

Edelmetallmarkt Deutschland: Trends, Aussichten und Tendenz

Edelmetalle fristeten lange Zeit ein Randdasein. Erst seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts rücken Gold und Co. wieder stärker in den Blickpunkt von Sparern und Anlegern. Es gibt verschiedene Gründe für das „Comeback“ der Metalle.

Zum einen sind die Kurse von Gold, Silber und den Platinmetallen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das allein erklärt einen Teil der gestiegenen Nachfrage: Steigende Kurse sorgen an den Märkten immer für Aufmerksamkeit. Diese wiederum führte dazu, dass Banken ihren Kunden wieder verstärkt Produkte rund um Edelmetalle anboten. Fonds, ETCs und Zertifikate wurden in großem Stil an Privatanleger verkauft.

Die Hausse an den Edelmetallmärkten allein erklärt das große Interesse allerdings nicht. Das Comeback von Gold und Co. lässt sich zu weiten Teilen mit dem Comeback von Sorgen und Ängsten erklären, die lange Zeit vergessen waren.

Immer mehr Anleger sorgen sich um die Stabilität ihres Geldes. Die großen Inflationen in der Vergangenheit fanden  im Rahmen einer Konstellation statt, in der zum einen keine Deckung des Papiergeldes bestand und zum anderen die Staatsverschuldung sehr hoch war. Inflationierung war schon immer ein bei Regierungen beliebtes Mittel zur Entschuldung auf Kosten von Sparern und Anlegern.

Die finanzpolitische Konstellation zu Beginn dieses Jahrhunderts ist nicht grundlegend anders: Unser Geld – weder der Euro, noch der Dollar oder das Pfund oder der Yen – ist nicht an eine Deckung gekoppelt und kann von den Zentralbanken praktisch beliebig vermehrt werden. Die Staatsschulden vieler Industrieländer sind zugleich derart hoch, dass an eine Rückzahlung auf konventionellem Wege kaum noch zu denken ist.

Die Angst von Inflation ist die größte Triebkraft für die Edelmetallmärkte. Da weder die Staatsschulden noch andere wirtschaftliche Probleme auf absehbare Zeit verschwinden werden, dürfte der in den letzten Jahren eingeschlagene Trend anhalten.