861662-finance-edelmetalle.eu_

Physical Covered Funds

Fonds für Edelmetalle (Gold, Silber, Platin oder Palladium)

Anleger können über zahlreiche Instrumente in Edelmetalle investieren. Insbesondere der Goldmarkt kann heute auf verschiedensten Wegen erschlossen werden: Als Beispiel seien ETCs, Zertifikate und CFDs genannt.

Fonds mit physischer Deckung sind eine Besonderheit: Sie investieren das Geld der Anleger zu 100 Prozent in Gold und halten dieses auch tatsächlich vor. Dies ist bei vielen anderen Fonds nicht der Fall: Oft bestehen Kontrahentenrisiken, weil das Fondsvermögen nicht in physischer Form vorrätig ist, sondern über synthetische Finanzprodukte abgebildet wird.

Es gibt einige Regeln, die einen guten Fonds mit physischer Deckung auszeichnen. Zum einen muss es sich tatsächlich um einen echten, offenen Fonds mit dem Status eines Sondervermögens handeln. Die Gelder der Anleger müssen vollständig vom Vermögen der Bank getrennt sein. Nur dann ist im Fall der Zahlungsunfähigkeit von Bank oder Fondsgesellschaft der Verlust des Vermögens ausgeschlossen.

Gute Fonds verleihen ihr Gold nicht

Das Fondsvermögen muss zu 100 Prozent (besser: 101- bis 102 Prozent) mit physischem Edelmetall gedeckt sein. Das Metall muss im Einflussbereich des Fondsmanagements gelagert werden. Die Barren müssen einzeln identifizierbar und unmissverständlich dem Fondsvermögen zuzuordnen sein. Die Statuten des Fonds müssen darüber hinaus Leihgeschäfte verbieten: Viele Fonds(Gesellschaften) erzielen zusätzliche Erträge, indem sie das Fondsvermögen leihweise anderen Marktteilnehmern zur Verfügung stellen. Diese Praxis findet sich nicht nur bei Aktienfonds, sondern auch bei Metallfonds.

Der Fonds sollte Anlegern die Möglichkeit einräumen, ihre Anteile am Fondsvermögen jederzeit gegen Gold einzutauschen und die Ware physisch in Empfang zu nehmen. Ein guter Edelmetall-Fonds mit physischer Deckung lagert zudem das Fondsvermögen vollständig im Inland. Der Grund: Insbesondere im Fall größerer Krisen ist es nicht auszuschließen, dass beim Transport über Ländergrenzen hinweg hohe Steuern anfallen oder  – im Extremfall- der Zugriff gar nicht möglich ist.

Edelmetall-Fonds mit physischer Deckung eignen sich für Privatanleger, die ernstere Krisen-Szenarien für möglich halten und größere Beträge investieren möchten. Die Kosten der Fonds richten sich nach dem Anbieter. Es werden in der Regel sowohl ein Ausgabeaufschlag als auch eine laufende Verwaltungsgebühr fällig.

Physisch gedeckte Edelmetalle Fonds – das wichtigste im Überblick

  • Physisch gedeckte Fonds halten permanent 100 Prozent des Fondsvermögens im jeweiligen Edelmetall vor
  • Gute Fonds dieser Art führen keine Leihgeschäfte durch
  • Das Fondsvermögen sollte im Inland gelagert werden
  • Der Bezug der Anteile in physischer Form sollte Anlegern möglich sein