Minen-Aktien

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Die Aktien von Unternehmen, die Edelmetalle fördern sind eine Alternative zum Direktinvestment in Gold und Co. Minenbetreiber profitieren von steigenden Metallpreisen. Da sie direkten Zugriff auf die Metalle haben, können sie in einem inflationÀren Umfeld steigende Preise auf den Markt umlegen und so das Vermögen ihrer Anteilseigner erhalten.

Die Kursentwicklung von Minen-Aktien ist sehr stark abhĂ€ngig von der Preisentwicklung an den EdelmetallmĂ€rkten. Wie bei allen Aktien-Investments existiert darĂŒber hinaus jedoch auch ein unsystematisches Risiko: Die FĂ€higkeiten des Managements etwa sind sehr wichtig. Die Unternehmensleitung muss nicht nur Zugriff auf erstklassiges Geologie-Know-How haben, sondern darĂŒber hinaus auch in der Lage sein, profitable GeschĂ€fte einzufĂ€deln und z.B. die Rechte zur Ausbeutung bestimmter Vorkommen zu erwerben.

Investments in Minen-Aktien sind wegen des hohen Spezifikationsgrades des Segments mit einem hohen Risiko verbunden. Insbesondere bei Unternehmen, deren Vermögenswerte vornehmlich aus dem Zugriffsrecht auf Vorkommen besteht, deren Umfang und Beschaffenheit nicht genau ermittelt werden konnte, bestehen große operationale Risiken, die mit einem Edelmetall-Investment im klassischen Sinne nur wenig gemein haben.

Ohne spezielles Fachwissen sind Investments besonders riskant

Die Kurse von Minenaktien reagieren oft sehr heftig, wenn die Ergebnisse von Bodenanalysen veröffentlicht werden. LĂ€sst eine Exploration – so werden  Bohrungen ins Erdinnere genannt  -grĂ¶ĂŸere Vorkommen plausibel erscheinen, können sich die Kurse kleinerer Unternehmen vervielfachen, wenn diese ansonsten keine Goldproduktion betreiben und gerade erst gegrĂŒndet worden sind. Umgekehrt kann die EnttĂ€uschung ĂŒber einen negativen Befund von Bodenuntersuchungen die Kurse stark unter Druck setzen. Hierbei gilt: Je kleiner ein Minenbetreiber ist und je weniger Projekte er besitzt, desto stĂ€rker wirken sich einzelne Ereignisse aus.

Anleger, die sich in grĂ¶ĂŸerem Umfang mit Minen-Aktien beschĂ€ftigen möchten kommen um das Studium geologischer Fachliteratur nicht umhin. Auch die richtige Interpretation von Bodenanalysen erfordert weitergehende Kenntnisse. Grob umrissen werden Bodenanalysen in tatsĂ€chlich nachgewiesene und in wahrscheinliche Vorkommen unterteilt.

Minen-Betreiber unterscheiden sich im Hinblick auf das Entwicklungsstadium des Unternehmens. Insgesamt wird bei der Suche nach und der Förderung von Edelmetallen von mehreren Stufen ausgegangen.

Am riskantesten sind Aktien von Unternehmen, die nach Metallvorkommen suchen. Hier handelt es sich letztlich um eine Wette darauf, ob die Schatzsuche zum Erfolg fĂŒhrt. Ebenfalls mit einem hohen Risiko verbunden sind Unternehmen, die bereits Vorkommen eines bestimmten Edelmetalls entdeckt haben, dessen Umfang und Beschaffenheit aber noch nicht definiert werden konnten.

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt ist das DurchfĂŒhren einer Studie durch unabhĂ€ngige Gutachter im Hinblick auf QuantitĂ€t und QualitĂ€t der Vorkommen sowie den möglichen Betrieb einer Förderung und deren ProfitabilitĂ€t. Bis zu diesem Stadium sind Aktien von Minen-Betreibern stets ein Investment mit einem sehr hohen Risiko.

Sicherer sind Minen-Aktien von Unternehmen, die tatsÀchlich Minen betreiben und Edelmetalle fördern. Hier kann sehr viel besser kalkuliert werden, welche ErtrÀge möglich sind. Anleger, die in Edelmetalle und nicht in Schatzsuche investieren möchten, sollten sich auf diese Unternehmen beschrÀnken.

Minen-Aktien: Das wichtigste im Überblick

  • Minen-Aktien sind ein sehr riskantes Investment
  • Die Kurse von Minen-Betreibern sind stark abhĂ€ngig von den Edelmetall-Preisen
  • Junge Unternehmen, die weniger Minen-Betreiber und mehr Schatzsucher sind, sind ein besonders riskantes Investment
  • FĂŒr erfolgreiche Investments ist Fachwissen  zu Geologie etc. empfehlenswert