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Metallkonten

Metallkonto (Bankkonto) für Edelmetalle (Gold, Silber, Platin oder Palladium)

Metallkonten werden von Banken in Deutschland ebenso angeboten wie von Kreditinstituten in der Schweiz, Liechtenstein und anderen Ländern. Es handelt sich bei diesen Konten um Anlagekonten, die nicht auf Euro oder eine andere Papierwährung, sondern auf ein Edelmetall lauten. Anstelle eines zahlenmäßigen Betrages wird der Kontostand in Form einer gewissen Menge eines Metalls ausgewiesen.

Grundsätzlich sind zwei Arten von Metallkonten zu unterscheiden: Es gibt Konten mit so genannter Sammelverwahrung und solche mit einer Einzelverwahrung. Beiden Konten gemein ist, dass Einzahlungen auch in Form von gewöhnlichem Geld erfolgen können. Die Bank tauscht dieses dann zum Tageskurs um und schreibt die entsprechende Menge des Metalls dem Konto gut.

Nur Metallkonten mit Einzelverwahrung sind wirklich sicher

Bei Metallkonten mit Sammelverwahrung entspricht das Kontoguthaben einem Anspruch des Kontoinhabers auf die physische Lieferung einer bestimmten Menge des verbuchten Edelmetalls. Dieser Anspruch ist lediglich durch die Bonität der Bank gedeckt. Wird die Bank zahlungsunfähig, fällt auch der Anspruch aus dem  Metallkonto fort bzw. fließt in die allgemeine Insolvenzmasse ein. Metallkonten mit Sammelverwahrung eignen sich deshalb nicht für Anleger, die Edelmetalle aufgrund ihrer Krisenresistenz schätzen.

Die Alternative zur Sammelverwahrung ist die Einzelverwahrung. Bei der Einzelverwahrung werden die Guthaben des Metallkontos vom Vermögen der Bank getrennt. Die Edelmetall-Vorräte sind zu jedem Zeitpunkt dem Kontoinhaber zuzuordnen. Dazu werden die Seriennummern der Stücke dem Konto zugeordnet. Selbst bei einer Insolvenz der kontoführenden Bank verlieren Anleger deshalb nicht die Guthaben auf ihren Metallkonten.

Die Einzelverwahrung ist sehr viel teurer als die Sammelverwahrung. Sie lohnt sich deshalb nur für größere Anlagen. Kleinere Mengen werden günstiger zuhause verstaut. Für Anleger, die aktiv mit Edelmetallen handeln möchten, eignen sich Metallkonten weniger gut. Transaktionen lassen sich zwar in einem vertretbaren Zeitrahmen durchführen – die Kosten sind aber weitaus höher als beim Handel über ein Broker-Depot.

Metallkonto für Edelmetalle: Das wichtigste im Überblick

  • Metallkonten lauten nicht auf eine Papierwährung, sondern auf ein Edelmetall
  • Bei Metallkonten mit Sammelverwahrung besteht ein Insolvenzrisiko
  • Besonders sicher, aber auch recht teuer  sind Metallkonten mit Einzelverwahrung