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Exchange Traded Commodities

ETCs für Edemletalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium - Exchange Traded Commodities (ETC)

Exchange Traded Commodities (ETCs) haben die Investmentlandschaft in den vergangenen Jahren bereichert. Mit ETCs können Anleger einen bestimmten Rohstoff eins zu eins nachbilden. ETCs sind rechtlich betrachtet Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten. Anders als ETFs sind sie nicht als Sondervermögen konstituiert.

Dennoch sind ETCs eine sichere Anlage. Die Schuldverschreibungen werden physisch besichert und bieten so auch im Fall der Insolvenz des Emittenten Sicherheit. Entscheidend ist, dass der Deckungsstock von ETCs in physischer Form existiert. Ein Gold-ETC ist  durch eindeutig identifizierbare Goldbarren besichert. Nur dadurch kann das Anlegervermögen im Fall der Insolvenz geschützt werden.

ETCs können wie Indexfonds oder Aktien an der Börse gehandelt werden. Über die Deutsche Börse sind ETCs auf Gold, Silber, Platin und Palladium erhältlich. Auch Basket-ETCs, die in verschiedene Edelmetalle investieren, werden gehandelt.

Ein großer Vorteil von Exchange Traded Commodities ist der fortlaufende Handel: Anleger können ETCs ständig kaufen und verkaufen. Ein Ausgabeaufschlag fällt nicht an und die Verwaltungsgebühren sind gering. Die Orderkosten richten sich nach dem jeweiligen Broker, weichen jedoch nur selten von den Kosten einer Aktienorder ab.

Edelmetall-Basket einfach nachbilden


Die Preisentwicklung von ETCs orientiert sich entweder an den Preisen des Spot-Marktes oder an Terminkontrakten. Der Handel ist über das elektronische Handelssystem Xetra genauso möglich wie über die Zertifikate-Börse Scoach und die Börsen in München und Stuttgart.

Mit ETCs können Anleger nicht nur die Entwicklung einzelner Edelmetalle abbilden. Exchange Traded Commodities sind auf eine Vielzahl anderer Rohstoffe ebenso erhältlich wie auf Rohstoffindizes. Zu den einzelnen Rohstoffen, die zum Sortiment der Deutschen Börse zählen, gehören z.B. Aluminium, Kaffee, Sojabohnen, Weizen, Heizöl oder Gas.

Das Angebot an ETCs wächst beständig und immer neue Basiswerte kommen hinzu. Anleger, die ein breit aufgestelltes Investment in Edelmetallen suchen, können mit Edelmetallindizes auf ihre Kosten kommen, die sich wie auch ein einzelnes Metall über ETCs abbilden lassen. Die Fondsgesellschaft ETF Securities z.B. berechnet den ETFS Precious Metals. Dieser besteht aus Gold, Silber, Platin und Palladium.

Mit ETCs lässt sich nicht nur von steigenden Kursen profitieren: Short-ETCs bilden ihren Basiswert invers ab: Fällt der Preis eines Edelmetalls, steigt der Wert des Short-ETCs. Short-ETCs eignen sich zum einen für Anleger, die von fallenden Kursen ausgehen und darauf spekulieren möchten. Sie ermöglichen jedoch auch die (vorübergehende) Absicherung bestehender Positionen.

ETCs: Das Wichtigste im Überblick

  • ETCs bilden einen Rohstoff wie z.B. Gold eins zu eins ab
  • Rechtlich betrachtet sind ETCs Schuldverschreibungen
  • ETCs sind physisch besichert – im Insolvenzfall ist das Vermögen geschützt
  • ETCs können wie eine Aktie fortlaufend gehandelt werden
  • Die Kostenstruktur von ETCs ist günstig
  • Neben Edelmetallen dienen auch fossile Brennstoffe und Agrarprodukte als Basiswert