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Contracts for Difference (CFDs)

Was sind CFDs? Erklärung zu Contracts for Difference & CFD TraderContracts for Difference (CFDs) » Edelmetalle.eu

CFDs sind spekulative Hebelprodukte, mit denen auf Kursbewegungen an den Edelmetallmärkten gesetzt werden kann. Sie zeichnen sich durch eine simple Preisbildung und eine sehr große Hebelwirkung aus. Der Handel mit Differenzkontrakten findet außerbörslich statt.

Das Prinzip eines CFDs ist einfach: Der Kurswert eines Kontrakts bildet einen bestimmten Basiswert nach. Bezieht sich ein CFD auf eine Feinunze Gold, führt ein Anstieg des Goldpreises um 1 Dollar auch zu einer entsprechenden Wertveränderung im CFD. Anders als beim Direktinvestment in den Goldmarkt muss ein CFD-Trader jedoch nur einen Bruchteil des Kontraktwertes als Eigenkapital auf seinem Konto vorhalten.

Bei vielen Brokern beläuft sich die Eigenkapitalanforderung (im Jargon auch als Minimum Margin bezeichnet) auf gerade einmal 1 Prozent des Marktwertes. Kostet eine Feinunze Gold nun beispielsweise 1200 Dollar, muss der Anleger lediglich 12 Dollar als Sicherheit auf seinem Konto vorhalten, um im vollen Umfang an der Kursentwicklung zu partizipieren.

Die geringen Eigenkapitalanforderungen implizieren im Umkehrschluss eine sehr starke Hebelwirkung. Steigt der Goldkurs um 1 Prozent, bedeutet dies in absoluten Zahlen bei einem Ausgangskurs von 1200 Dollar einen absoluten Kursanstieg in Höhe von 12 Dollar. Dies entspricht dem hinterlegten Eigenkapital. CFD-Trader können in dieser Konstellation demnach ihren Einsatz verdoppeln, wenn der Markt um nur ein Prozent ansteigt.

Mit CFDs kann nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse gesetzt werden. Das Prinzip funktioniert dann genauso: Liegt der Anleger richtig und fällt der Markt um ein Prozent, führt dies bei einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1 Prozent des Marktwertes zur Verdopplung des Einsatzes.

Ein großer Vorteil von CFDs gegenüber vielen anderen derivativen Finanzinstrumenten liegt in der simplen Preisbildung, die sich ausschließlich aus dem Basiswert ableitet. Anders als bei Optionen müssen Einflüsse von Größen wie z.B. der Restlaufzeit oder der impliziten Volatilität nicht berücksichtigt werden.

Die immens hohe Hebelwirkung bietet nicht nur überproportionale Gewinnchancen, sondern birgt auch entsprechende Risiken. In obiger Konstellation (nur 1 Prozent Margin) würde eine Marktbewegung um ein Prozent in die vom Anleger nicht erwartete Richtung zu einer vollständigen Aufzehrung der hinterlegten Sicherheitsleistung  – einem Totalverlust also – führen. Theoretisch sind auch Verluste möglich, die weit über das Kontoguthaben hinausgehen. Die meisten CFD Broker stellen allerdings frühzeitig alle Geschäfte glatt und verhindern so weitere Verluste.

CFDs – das wichtigste im Überblick

  • Hohe Hebelwirkung: Mit geringem Einsatz große Gewinne möglich
  • Hebelwirkung birgt extreme Risiken: Auch kleinere Marktbewegungen können binnen kürzester Zeit zu einem Totalverlust führen
  • CFDs werden außerbörslich gehandelt
  • CFDs sind im Hinblick auf ihre Preisbildung transparenter als z.B. Optionen

Foto von David Blackwell.