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Trends und Kursformationen

Börsen & Trading Trends erkennen - Strategien der Kursformationen

„The trend is your friend“ – diese Aussage ist unter Börsianern gang und gäbe. Für technisch orientierte Analysten ist sie die Grundlage der Marktbetrachtung. Die Technische Analyse kennt drei Trends: Aufwärts, abwärts und seitwärts. Trends können über unterschiedlichste Zeithorizonte hinweg verlaufen. Von wenigen Sekunden bis zu Jahrzehnten sind alle Perioden möglich und in der Realität existent.

Bildet ein Markt einen Trend aus, können Anleger davon profitieren: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein aufwärts gerichteter Markt weiter steigt ist  signifikant größer als die einer Korrektur. Eine Prämisse der Technischen Analyse lautet deshalb, dass ein Trend solange besteht, bis er gebrochen ist. In jedem Markt können dabei gegenläufige Trends über verschiedene Zeithorizonte auftreten. Das ist auch praktisch immer der Fall.

„The trend is your friend“ ist Programm

Innerhalb eines aufwärts gerichteten Marktes gibt es immer wieder Korrekturen, die selbst in Form eines Trends verlaufen. Anleger können Trends mit verschiedenen, einfach gehaltenen Werkzeugen identifizieren. Praktisch jedes Charting-Programm ermöglicht es, Trendlinien und Trendkanäle einzuzeichnen. Eine Trendlinie verbindet in einem Aufwärtstrend die Tiefs eines Marktes und in einem Abwärtstrend die Hochs.

Bereits aus dem sehr einfachen Konzept einer Trendlinie lässt sich eine einfache Strategie für den Handel eines Marktes entwickeln. Befindet sich ein Markt in einem Aufwärtstrend, können Anleger so lange investiert bleiben, bis die Trendlinie nach unten durchbrochen wird. Der Durchbruch einer Trendlinie gilt als Signal für das Ende eines Trends bzw. eine größere Korrektur. In Aufwärtstrends kommt es oft vor, dass ein Markt zwischenzeitlich etwas fällt und in die Nähe seiner Trendlinie zurückkehrt. Eine solche Situation kann einen günstigen Zeitpunkt zum Nachkaufen oder zum Einstieg definieren.

Neben Trends sind auch Widerstände und Unterstützungen zentrale Konzepte der technischen Analyse. Ein Widerstand ist ein Kursniveau in einem aufwärts gerichteten Markt, an dem der Kurs gestoppt und eine zwischenzeitliche Kehrtwende eingeleitet hat. Eine Unterstützung definiert analog in einem fallenden Markt ein Kursniveau, an dem eine Abwärtsbewegung unterbrochen wurde. Durchbricht ein Markt einen Widerstand nach oben, gilt dies als Kaufsignal. Umgekehrt wird von einem Verkaufssignal ausgegangen, wenn der Markt eine Unterstützung nach unten durchbricht.

Widerstände und Unterstützungen sind die einfachsten Kursformationen, die die Technische Analyse kennt. Es existiert eine große Anzahl an weiteren Formationen, die Fortsetzung oder die Umkehr einen Trends indizieren. Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation zum Beispiel ist eine Kombination aus einer Trendlinie und dem Konzept von Widerstand und Unterstützung. In einem Aufwärtstrend ist sie definiert als Bruch einer Trendlinie, dem ein Bruch einer Unterstützung folgt. Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation ist eine der bekanntesten Umkehrformationen überhaupt.

Trends und Kursformationen – das Wichtigste im Überblick

  • Ein Trend gilt als solange intakt, bis er gebrochen wurde
  • Trends können wenige Sekunden bis hin zu mehreren Jahrzehnten andauern
  • Widerstände und Unterstützungen definieren wichtige Kursniveaus im Markt