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Technische Analyse

Technische Analyse: Chartanalyse für Edelmetalle (Gold, Silber & Co)

Die Technische Analyse ist neben der fundamentalen Analyse die zweite Disziplin, mit der Anleger versuchen, die Marktentwicklung einzuschätzen und zu prognostizieren. Die Technische Marktanalyse wird seit mehr als 100 Jahren angewandt.

Das wesentliche Merkmal der TA ist die ausschließliche Fokussierung auf den Kurs. Technische Analysten unterstellen, dass alle relevanten Informationen (auch Insider-Informationen) bereits vollständig im Kurs eines Marktes eingepreist sind. Sie  interessieren sich nicht für Konjunktur und Wachstum und auch nicht für Gewinn- und Umsatzentwicklung von Unternehmen. Alle Instrumente der Technischen Analyse basieren auf dem Marktkurs und daraus abgeleiteten Größen.

Die Technische Analyse bietet viele Vorteile. Sie ist vergleichsweise leicht erlernbar. Es sind weder betriebswirtschaftliche noch volkswirtschaftliche Kenntnisse von Nöten. Auch die Anforderungen an die Mathematik-Kenntnisse halten sich in Grenzen –ein Großteil der Instrumente verlangt nicht mehr als die vier Grundrechenarten. Kenntnisse um physikalische oder chemische Eigenschaften von Edelmetallen, Fördermethoden, Lagerstätten etc. sind ebenfalls nicht erforderlich.

Die Technische Analyse funktioniert in allen Märkten gleich

Ein weiter Vorteil ist die universelle Anwendbarkeit der Methoden. Die Edelmetallmärkte können mit den Methoden der TA genauso analysiert werden wie die Aktien- oder Rentenmärkte sowie die Märkte für Agrarrohstoffe. Die technischen Hilfsmittel sind überschaubar: Neben einer Charting-Software sind lediglich aktuelle Kurse erforderlich.

Die Technische Analyse kann in zwei Teildisziplinen untergliedert werden: Die Markttechnik und die Charttechnik. Die Charttechnik versucht, anhand der grafisch dargestellten Kursverläufe von Märkten bestimmte Muster zu erkennen, die empirisch wertvolle Rückschlüssen auf die künftige Marktentwicklung zulassen. So finden sich im Kursverlauf eines Marktes immer wieder Formationen, auf die mit einer im Vergleich zum Zufall deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit Auf- oder Abwärtsbewegungen folgen.

Die Markttechnik versucht, überkaufte oder überverkaufte Marktphasen zu erkennen. Sie erweitert den Ansatz der Charttechnik um zahlreiche Indikatoren, die aus dem Kurs eines Marktes abgeleitet werden.  Berücksichtigt werden zudem Größen wie die Entwicklung der Handelsumsätze und das Verhalten bestimmte Gruppen von Marktteilnehmern.

Die Hilfsmittel, die zur Technischen Marktanalyse benötigt werden, werden heute von Brokern meist kostenfrei bereitgestellt oder können zu erschwinglichen Kosten erworben werden. Die TA eignet sich deshalb sehr gut für Privatanleger. Sie kann auch die Grundlage für die Entwicklung von Handelsstrategien sein. So kann etwa versucht werden, besonders starke Trends durch eine objektive quantitative Selektion aufzuspüren und in die entsprechenden Märkte zu investieren.