852335-euro-dollar-edelmetalle.eu_

Währungsrisiken

Währungsrisiken vermeiden & absichern - Wechselkursrisiko minimieren

Die Kurse von Edelmetallen werden in US-Dollar gehandelt. Für europäische Anleger ergibt sich daraus ein zusätzliches Risiko. Da ihr Geld im Greenback gebunden ist, muss es nach einer Veräußerung der Metalle wieder in Euro konvertiert werden. Fällt der Wert des Euros zwischen Ankauf und Verkauf, folgt daraus ein Wechselkursverlust.

Ein Fallbeispiel: Ein Anleger erwirbt 100 Feinunzen Gold zu je 1100 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Transaktion steht der EUR/USD-Wechselkurs bei 1,30 (für einen Euro werden demnach 1,30 US-Dollar gezahlt). Der Gegenwert der Transaktion entspricht folglich 110.000 Dollar bzw. rund 84.600 Euro.

Nach einem Monat ist der Goldpreis um 1 Prozent auf 1111 Dollar gestiegen. Der Anleger entschließt sich zum Verkauf. Im selben Zeitraum ist der Wechselkurs des Dollar gegenüber dem Euro deutlich gefallen: Für einen Euro werden nur noch 1,35 Dollar gezahlt. Der Verkaufserlös beläuft sich somit auf 111.100 US-Dollar. Beim Umtausch erhält der Anleger dafür rund 82.300 Euro. Trotz des Kursanstiegs im Gold ist somit ein Verlust in Höhe von knapp 2,7 Prozent zu verbuchen.

Der Devisenmarkt als Spielverderber

Das Währungsrisiko ist nicht unerheblich und wird oft unterschätzt. Je größer die Schwankungen am Devisenmarkt sind, desto größer ist auch das Wechselkursrisiko. Besonders Anleger, die in Krisenzeiten in Edelmetalle als „sicheren Hafen“ investieren, müssen damit rechnen, dass sich die Kurse am Devisenmarkt erheblich bewegen.

Währungsrisiken können durch eigene Absicherungsgeschäfte sowie durch bestimmte Finanzprodukte eliminiert werden. Mit so genannten Quantozertifikaten wird das Wechselkursrisiko ausgeschaltet. Die Zertifikate normieren den Wechselkurs auf 1:1. Die Kosten dieser Absicherung richten sich nach verschiedenen Kriterien, wie z.B. der Zinsdifferenz zwischen den beiden involvierten Währungsräumen. In einigen Konstellationen können die Kosten auch negativ sein – der Einstieg in den Markt über ein Quantozertifikat ist dann günstiger als ein Direktinvestment.

Dem Währungsrisiko stehen analog auch Chancen gegenüber. Wird wie im vorangegangenen Beispiel in Gold investiert und steigt der Wechselkurs des Dollars gegenüber dem der heimischen Währung, kann ein Wechselkursgewinn realisiert werden. Diese kann eingefahrene Verluste im Basiswert dämpfen oder realisierte Gewinne vergrößern.

Währungsrisiken – das Wichtigste im Überblick

  • Edelmetall-Investments unterliegen stets einem Wechselkursrisiko
  • Dem Risiko stehen entsprechenden Chancen gegenüber
  • Mit Quantozertifikaten können Privatanleger das Risiko leicht ausschalten