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Kursrisiken

Kursrisiken absichern - Stop-Loss-Order richtig setzen

Die Kurse an den Edelmetallmärkten können genauso fallen, wie sie steigen können. Anleger müssen sich trotz aller Chancen, die das aussichtsreiche Segment bietet, über das Kursrisiko im Klaren sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Risiko zu steuern bzw. in Grenzen zu halten.

Die am weitesten verbreitete Methode zur Risikobegrenzung ist ein Stop-Loss. Dabei handelt es sich um eine Verkaufsorder, die ausgelöst wird, wenn der Kurs des Marktes auf ein bestimmtes Niveau fällt. Die Order kann direkt beim Kauf oder auch zu einem späteren Zeitpunkt aufgegeben werden. Die Methode eignet sich selbstredend nur für Anleger, die den Handel über einen Marktplatz vornehmen und jederzeit verkaufen können. Wer Metalle in physischer Form lagert, kann diese Risikosteuerung nicht nutzen.

Ein Fallbeispiel: Ein Anleger entscheidet sich für den Kauf von Gold am Spot-Markt. Er erwirbt 50 Feinunzen zu je 1200 US-Dollar. Bereits beim Einstieg in den Markt legt er fest, dass der Verlust in der Position 10 Prozent nicht übersteigen soll. Deshalb platziert er auf einem Kursniveau in Höhe von 1080 US-Dollar eine Stopp-Loss-Order.

Mit einem Stop-Loss Verluste begrenzen

Erreicht der Kurs nun dieses Niveau, wird automatisch eine Marktorder aufgegeben. Die Position wird dann zum nächstbesten Kurs veräußert. Wie hoch dieser Kurs ausfällt, ist unsicher. Besonders in Situationen, in denen es über Nacht oder über ein Wochenende ohne fortlaufenden Handel zu marktrelevanten Ereignissen kommt, kann der Verkaufskurs erheblich vom Niveau der Stop-Loss-Order abweichen. Es kommt indes auch dann zum Verkauf, wenn der Kurs das Kursniveau, bei dem die Order ausgelöst wird, nur kurzzeitig erreicht und dann wieder ansteigt.

Anleger sollten bei der Wahl eines Stop-Loss-Niveaus unbedingt den Spread beachten, sofern ein solcher anfällt. Dies kann z.B. bei Zertifikaten auf Edelmetalle oder bei CFDs der Fall sein. Der Spread ist die Spanne, die zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs liegt. Zum Briefkurs wird gekauft, zum Geldkurs wird verkauft. Dementsprechend wird die Verkaufsorder ausgelöst, wenn der Geldkurs das betreffende Kursniveau erreicht. Der Abstand zwischen dem Einstiegskurs und dem Stop-Loss-Niveau wird durch den Spread verringert.

Eine weitere nennenswerte Problematik der Verlustbegrenzung betrifft das Währungsrisiko: Es kann mit einer Stop-Loss-Order nicht begrenzt werden, weil sich diese auf den in US-Dollar notierten Kurse bezieht. Etwaige Währungsverluste fallen bei der Glattstellung der Position zusätzlich an.

Trotz dieser Randprobleme ist es fahrlässig, größere Positionen (gemessen am gesamten zur Verfügung stehenden Vermögen) nicht über ein Stop-Loss abzusichern.

Kursrisiken – Wissenswertes auf einen Blick

  • Kursrisiken bestehen bei jedem Edelmetall-Investment
  • Mit einem Stop-Loss können die Risiken begrenzt werden
  • Ein Stop-Loss schützt nicht vor zusätzlichen Wechselkursverlusten