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Notenbanken

Goldreserven Deutschland / USA - Notenbanken Edelmetall-Reserven

Die Notenbanken der Welt horten große Edelmetall-Reserven, wobei hier vorwiegend Gold von Bedeutung ist. Platin und andere Metalle werden gar nicht oder nur in bedeutungslosem Umfang als Reserve genutzt.

Der Zweck von Goldreserven in den großen Industrienationen ist seit der Abschaffung des Gold-Standards nicht mehr die Deckung von Währungen im engeren Sinne. Gold wird vielmehr für Krisenzeiten aufbewahrt. Es dient Staaten darüber hinaus dazu, den Finanzmärkten ein starkes Interesse an Stabilität zu signalisieren.

Die größten Goldreserven der Welt werden in den USA gelagert. Die Vereinigten Staaten verfügen über 8100 Tonnen Gold. Damit die decken die USA mehr als 70 Prozent ihrer gesamten Währungsreserven über Goldbestände ab. Die USA haben ihre Bestände damit  verglichen zu früheren Zeiten deutlich reduziert: Im Jahr 1970 lagerten in den Kellern der US-Notenbank noch mehr als 9800 Tonnen Gold.

Der zweitgrößte Besitzer von Gold ist Deutschland. Die Bundesbank hortete im Jahr 2010 etwas mehr als 3400 Tonnen des Metalls. Das Gold untersteht der Zentralbank – auch wenn diese in das System der europäischen Zentralbanken eingebunden ist, hat nur die Bundesbank (und nicht das Finanzministerium oder die EZB) Zugriff auf die Reserven. Gemessen an den gesamten Währungsreserven machen die Goldbestände der BRD knapp 70 Prozent aus.

Die drittgrößten Goldreserven der Welt werden vom Internationalen Währungsfonds verwaltet, der knapp 3.000 Tonnen hält. Danach folgen Italien und Frankreich mit jeweils gut 2.400 Tonnen und China und die Schweiz mit je etwas mehr als 1000 Tonnen.

Die Notenbanken trennen sich von Goldreserven in der Regel, wenn dadurch Buchgewinne realisierbar sind, die dann  dem nationalen Haushalt zufließen. Ein Aufbau von Beständen hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kaum stattgefunden.

Für die Marktentwicklung sind die Notenbanken vor allem von Bedeutung, wenn Änderungen in der Reservepolitik angekündigt werden. Einigen  sich z.B. mehrere große Zentralbanken auf den Abbau von Beständen, kann dies zu Kursverlusten führen. Insgesamt wird die Rolle der Zentralbanken am Goldmarkt jedoch oft überschätzt: Mit knapp 27.000 Tonnen besaßen alle Notenbanken der Welt Ende 2009 nur rund 16 Prozent der weltweit vorhandenen Goldbestände. Der weitaus größere Anteile (etwa 70 Prozent) entfiel auf die Schmuckindustrie.

Die Notenbanken am Goldmarkt: Daten und Fakten

  • Die weltweiten Goldreserven aller Notenbanken belaufen sich auf knapp 27.000 Tonnen
  • Die Notenbanken besitzen nur rund 16 Prozent der weltweiten Goldbestände
  • Die größten Vorräte besitzen die USA, Deutschland und der IWF