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Institutionelle Investoren

Institutionelle Investoren / Anleger / Kunden - Definition

An den Edelmetallmärkten sind institutionelle Investoren verschiedenster Couleur aktiv. Geschäftsbanken wickeln Absicherungsgeschäfte für Industrie-Kunden ab, Hedge-Fonds spekulieren auf eigene Rechnung und Investmentfonds mischen Gold und Co. ihrem Portfolio bei. Darüber hinaus decken sich ETCs mit physischen Beständen ein.

Für die großen Preistrends sind vor allem Akteure verantwortlich, die sich nicht nur gegen Kursänderungen absichern, sondern gezielt auf Kursgewinne spekulieren. Investmentfonds zählen zu dieser Gruppe genauso wie Hedgefonds. Beide steigen zumeist über den Terminmarkt ein. Die Auffassung institutioneller Investoren und ihre Positionierung im Markt sind für die Kursentwicklung von großer Bedeutung.

Investmentfonds sind in der Regel weitaus ruhigere Investoren als Hedgefonds. Da letztere zumeist mit einem Finanzhebel agieren und Kursverluste nicht aussitzen können, trennen sie sich in unruhigen Märkten schneller von Beständen. Das führt wie in anderen Märkten auch tendenziell zu größeren Kursausschlägen.

Für Privatanleger sind institutionelle Investoren bei der Anlageentscheidung wichtig. Anhand von Marktumfragen und anderen Indikatoren kann abgeschätzt werden, inwieweit sich Fonds bereits positioniert haben und wie viel Liquidität für zusätzliche Investments zur Verfügung steht. Daraus kann ein Eindruck darüber gewonnen werden, wie sich die Nachfragesituation in der näheren Zukunft entwickeln könnte.

Institutionelle Investoren machen ihre Marktentscheidungen von verschiedenen Größen abhängig. Die Überschneidungen zu Privatanlegern sind groß: Sehr wichtig sind die Inflationserwartungen und die Erwartungen im Hinblick auf die Zinsentwicklung. Besonders für Hedgefonds ist der Zinssatz am Markt wichtig, weil sie ihre Geschäfte zu einem großen Teil mit Krediten finanzieren. Ein hoher Zinssatz, der ohnehin dämpfend auf Edelmetallpreise wirkt, führt bei Hedgefonds deshalb besonders schnell zum Ausstieg aus dem Markt.

Hedgefonds nutzen jedoch auch rein quantitative Modelle für ihre Entscheidungen, die mit fundamentalen Kriterien nichts zu tun haben. So werden etwa Positionen im Goldmarkt aufgebaut, wenn der Goldpreis steigt, um dem Trend zu folgen. Sie können darüber hinaus (anders als klassische Investmentfonds) auch auf fallende Kurse an den Metallmärkten setzen.

Foto von Northern Ireland Executive