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Industrieunternehmen

Industriemetalle - Verwendung von Edelmetallen in der Industrie

Industrieunternehmen sind an allen Edelmetallmärkten aktiv, wenn auch in sehr unterschiedlichem Umfang und in verschiedenen Rollen. Produzierende Betriebe, die Edelmetalle verarbeiten, sichern sich an den Terminmärkten gegen Preisänderungen ab. Nur dadurch können Unternehmen eine mittelfristige Kalkulation vornehmen und das Kursänderungsrisiko aus dem Geschäftsbetrieb eliminieren. Unternehmen können Banken mit den Absicherungsgeschäften beauftragen oder sie selbst durchführen.

Welche Industriezweige am Markt aktiv sind, richtet sich nach dem jeweiligen Edelmetall. Bei Platin kommt ein Großteil der Nachfrage aus der Automobilindustrie, bei Gold hingegen ist es vor allem die Schmuckindustrie, die sich gegen Preisänderungen absichert.

Da Industrieunternehmen (nahezu) ausschließlich  Absicherungsgeschäfte vornehmen, richtet sich ihre Aktivität nach der Nachfrage in der realen Wirtschaft. Der Platinmarkt z.B. ist so besonders abhängig von der Automobilindustrie. Je größer der Anteil der Nachfrage nach einem Edelmetall aus der realen Wirtschaft ist, desto wichtiger ist auch die wirtschaftliche Entwicklung für den Markt. Der Platinpreis z.B. brach im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 deutlich ein, weil die Automobilindustrie beispiellose Absatzeinbrüche zu verzeichnen hatte.

Für Privatanleger sind die Geschäfte bestimmte Industriezweige an den Edelmetallmärkten im Rahmen der Fundamentalanalyse wichtig. Steigt der Bedarf an Termingeschäften an (im Geschäftsbericht bzw. der Bilanz lassen sich oft entsprechende Hinweise finden) kann dies auf ein bullishes Marktumfeld hindeuten.

Von besonderer Bedeutung für Privatanleger sind die Geschäftsberichte großer Rohstoffunternehmen. Sie werden von Fundamentalanalysten oft herangezogen, um die Situation am Edelmetallmarkt besser einschätzen zu können. Die Gewinnentwicklung von Rohstoffunternehmen kann ein Hinweis auf die Marktsituation sein.