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Akteure am Edelmetallmarkt

Wer investiert in Edemletalle (Gold, Silber, Platin, Palladium)? Akteure am Edelmetallmarkt

Am Edelmetallmarkt sind wie an jedem anderen Markt auch unterschiedliche Akteure aktiv, die sowohl als Anbieter wie auch als Nachfrager auftreten können. Neben den Zentralbanken sind Industrieunternehmen, Finanzinvestoren sowie Privatanleger am Markt vertreten.

Die Marktteilnehmer agieren aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus. Industrieunternehmen, die Edelmetalle im Produktionsprozess benötigen, sichern sich am Terminmarkt gegen steigende Preise ab. So kann etwa ein Automobilbauer, der die Produktion des anstehenden Geschäftsjahres und den damit verbundenen Bedarf an Platinmetallen kalkuliert, Preisschwankungen ausschließen.

Institutionelle Investoren zählen zu den wichtigsten Akteuren am Markt. Sie sind maßgeblich an den großen Preistrends beteiligt. Fondsgesellschaften, die Anlegern physisch besicherte ETCs anbieten, beschaffen sich am Markt die physische Ware, die sie in Form von Anteilscheinen verkauft haben. Zeichnen mehr Anleger Anteile an einem Edelmetall-ETC als umgekehrt Anteile zurückgegeben werden, treten ETCs als Nachfrager auf. Sinken hingegen die Kundeneinlagen, werden die Bestände reduziert.

Andere institutionelle Investoren investieren (zumeist über die Terminmärkte) oft spekulativ. Hedgefonds, die eine Trendfolgestrategie verfolgen, bauen dann in steigenden Märkten Positionen auf. Spekulanten erfüllen auch in den Edelmetallmärkten mehrere Zwecke. Zum einen können sie als Gegenpart für Absicherungsgeschäfte von Industrieunternehmen dienen, zum anderen bringen sie Liquidität in die Märkte.

Eine sehr wichtige Instant besonders am Goldmarkt sind die Notenbanken. Gold dient den großen Zentralbanken der Welt als Währungsreserve. Kleinere Zentralbanken aus wirtschaftlich weniger etablierten Staaten benötigen Gold zudem für Ausleihgeschäfte bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die Notenbanken können durch einen Abbau ihrer Bestände die Preise am Goldmarkt unter Druck bringen. Umgekehrt kann der Aufbau der nationalen Goldreserven zu steigenden Preisen führen.

Viele Marktteilnehmer unterstellen, dass die Kursentwicklung am Edelmetallmarkt maßgeblich von den Notenbanken geprägt wird. In der Vergangenheit waren EZB und Co. allerdings nur in begrenztem Umfang aktiv. Die Goldreserven der USA (dem größten Goldbesitzer der Welt) sind im Zeitraum von 2000 bis 2010 um lediglich 3 Tonnen gesunken. In Deutschland wurde der Bestand durch die Bundesbank im selben Zeitraum um lediglich 60 Tonnen reduziert.

Auch Privatanleger spielen an den Metallmärkten eine wichtige Rolle. Sie können Edelmetalle über Banken direkt am Spotmarkt erwerben oder über Fonds sowie derivative Finanzprodukte in den Markt einsteigen.

Die Akteure am Edelmetallmarkt