News

Goldkauf: Das rät die Stiftung Warentest


Die Stiftung Warentest setzt sich in der aktuellen Ausgabe von „Finanztest“ mit Gold auseinander und hat Ratschläge für Privatanleger zusammengestellt. Bahnbrechende Neuigkeiten erfahren Verbraucher erwartungsgemäß nicht. Die wichtigsten Ratschläge der Verbraucherschützer.
Einsteiger sollten Barren kaufen, rät die Stiftung Warentest. Dabei sollte erstens auf den höchstmöglichen Reinheitsgrad (999/1000) und zweitens auf die Prägeanstalt geachtet werden. Barren mit geringerem Reinheitsgrad werden nicht von allen Banken gehandelt. Zudem müssen Anleger einen höheren Abschlag in Kauf nehmen, weil die Stücke eingeschmolzen werden, um reines Gold herzustellen.
Einige Banken akzeptieren nur Barren von anerkannten Prägestätten. Als anerkannt gelten vom LBMA zertifizierte Hersteller. Unter den Instituten mit dieser strengen Vorgabe sind laut Finanztest auch die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Degussa-Bank. Das Logo des Herstellers ist auf dem Barren zu sehen.
Ebenfalls nicht neu ist folgende Erkenntnis: Wer kleine Barren kauft, muss mit hohen Aufgeldern kalkulieren. Die Verbraucherschützer raten von Barren mit 1 bis 5 Gramm Gewicht sowie von Münzen mit geringerem Goldgehalt als Geldanlage ab.
Die „Goldtafel“ des Herstellers ESG Edelmetall-Handel GmbH und Co. KG bezeichnet die Stiftung Warentest als „umstritten“. Das Produkt besteht aus einer Tafel mit 50 einzelnen Goldplättchen zu je 1 Gramm. Laut Finanztest akzeptieren weder die Degussa-Bank noch die Deutsche Bank die Tafel als Ganzes oder die einzelnen Plättchen. Zudem sei die Anschaffung deutlich teurer als bei einem 50-Gramm-Barren.
Ausdrücklich gewarnt wird vor Angeboten in Online-Auktionshäusern und bei Homeshopping-Sendern, die vermeintliche Krügerrand-Münzen feilbieten. Oft handelt es sich dabei nicht um Krügerrand-Münzen aus Südafrika, sondern solche aus anderen Ländern mit einem deutlich geringeren Reinheitsgrad. Der südafrikanische Rand besitzt eine Reinheit von 916/1000 – der Rest ist im Wesentlichen Kupfer, woraus die charakteristische rotbraune Färbung resultiert. Stammen Münzen z. B. aus Liberia oder Malawi, handelt es sich nicht um eigentliche Krügerrand-Münzen.
Die Verbraucherschützer listen Argumente für und gegen den Kauf von Gold zum jetzigen Zeitpunkt auf. Gegen den Goldkauf sprechen nach Ansicht der Experten der hohe Preis und der mit jedem Goldkauf einhergehende Verzicht auf Zins und Dividende. Zudem wird auf die zu erwartenden Kursschwankungen hingewiesen.
Für den Kauf von Gold spricht nach Ansicht von Finanztest seine Eigenschaft als Krisenmetall: Ein Ende der Krise seit noch nicht abzusehen. Zudem könne Gold seinen Wert nie vollständig verlieren und nicht (wie Papiergeld) beliebig vermehrt werden.

Hinterlass einen Kommentar