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10-Euro-Silbermünzen jetzt aus Kupfer und Nickel


Die neuen 10-Euro-Münzen der BRD bestehen nicht mehr als Silber, sondern aus einer Kupfer-Nickel-Legierung. Die Umstellung hat die Ausgabe verzögert. Nur in der Spiegelglanz-Version sind die Münzen noch mit echtem Silber erhältlich – dann aber gegen einen deutlichen Aufpreis.

Das Bundesfinanzministerium hatte angesichts des haussierenden Silberpreises beschlossen, die Beschaffenheit der Münzen zu verändern. Sie bestehen in der einfachen Version jetzt zu 75 Prozent aus Kupfer und zu 25 Prozent aus Nickel. Der Materialwert macht damit nur einen Bruchteil dessen aus, was bei Silbermünzen anfiele.

Die in PP-Qualität geprägten Münzen mit echtem Silber (625/1000) waren bereits vor ihrem Erstausgabetermin am 09. Juni ausverkauft. In den Folgetagen wurde im Handel teils das Mehrfache des amtlichen Verkaufspreises gezahlt. Es handelt sich um die beiden Münzen „125 Jahre Automobil“ und „Frauen-Fußball-WM“. Die Auflage der Münzen in PP-Qualität liegt bei rund 200.000 Stück.

Die Silbermünze kann von der Münze aus Nickel und Kupfer leicht unterschieden werden: Auf der Münze findet sich der Hinweis „Silber 625“. Die Silbermünzen haben  ein etwas helleres Erscheinungsbild. Sie sind zudem schwerer als die Legierungs-Stücke: Ihr Gewicht liegt weiterhin bei 16 Gramm statt 14 Gramm bei den neuen Münzen.

Die großen Münzhändler haben Privatkunden bereits vor Monaten angeschrieben und über die Änderung informiert. Wer sich bislang 10-Euro-Münzen zum Nennwert zusenden ließ, erhält künftig die Münzen aus der Legierung. Für die Münze mit Silberanteil müssen Privatkunden rund 30 Euro zahlen. Die seit 2002 emittierten 10-Euro-Silbermünzen in PP-Qualität sind weitgehend ausverkauft und nur noch schwer erhältlich.

1 Gramm Silber kostet zum derzeitigen Kurs etwa 95 Cent, so dass sich der Materialwert der 16 Gramm schweren Münzen (625/1000) auf ca. 10 Euro beläuft. Der im Handel übliche Ausgabeaufschlag ist mit 200 Prozent also sehr ambitioniert: Nur über eine Steigerung des Sammlerwertes (und nicht über den Materialpreis) sind monetäre Zuwächse möglich.

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