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Edelmetalle: Gold und Silber vor Stagnationsphase?


Bei Gold und Silber bleibt es weiter spannend. Der Silberpreis notierte am späten Dienstagabend bei knapp 35,40 US-Dollar je Feinunze und damit 2,5 Prozent über dem Vortagesniveau. Das Eis bleibt aber dünn: Nach wie vor droht ein Bruch der Unterstützungszone bei 34 Dollar und ein weiterer Kursverlust. Der Goldmarkt kann sich auch weiterhin nicht zu einem neuen Allzeithoch entschließen.

Der Silberpreis war am Mittag kurzzeitig unter die Marke von 34,50 Dollar gerutscht, konnte sich daraufhin aber wieder deutlich erholen. Im Bereich von knapp unter 34 Dollar befindet sich eine wichtige Unterstützungszone. Wird sie nach unten durchbrochen, eröffnet das nach Ansicht von Chartanalysten weiteres Abwärtspotenzial – im Extremfall sogar bis in den Bereich von 20 bis 25 Dollar.

Ein so starker Rückgang scheint derzeit aber unwahrscheinlich. Nach dem Crash von Ende April von 50 auf 35 Dollar eröffnete der Markt eine mittlerweile mehrwöchige Seitwärtsbewegung. Für eine „zweite Welle“ des Crashs ist es damit zu spät. Nur wenn bereits kurze Zeit nach dem ersten Abwärtsimpuls ein Folge-Crash stattgefunden hätte wäre ein Kursziel unter 25 Dollar im Bereich des Möglichen gewesen.

Nun ist für den Fall eines Bruchs der Unterstützung ein Kursrückgang bis in den Bereich von 30 Dollar realistisch. In diesem Bereich findet sich ein Roundig Top einer früheren Konsolidierung, an die sich kurze Zeit später der sehr steile Aufwärtstrend bis zum Allzeithoch von 50 Dollar anschloss.

Dem Goldpreis fehlt der entscheidende Impuls

Der Goldpreis notierte am Dienstagabend bei 1525 Dollar je Feinunze. Das Allzeithoch liegt damit rund 50 Dollar entfernt. Sofern dem Markt nicht in Kürze ein neues Hoch gelingt ist der  kurzfristige Aufwärtstrend in Gefahr. Sollte es zu einem Rücksetzer kommen böte der Marktbereich zwischen 1420 und 1480 Dollar je Feinunze genügend Raum für eine zwischenzeitliche Konsolidierung.

Die Geldpolitik sendet global betrachtet derzeit unterschiedliche Signale.  EZB-Präsident Jean Claude Trichet hat für Juli eine erneute Zinserhöhung angekündigt. Im Konsens wird eine Anhebung des Leitzinssatzes auf 1,5 Prozent erwartet. Zudem rechnet der Markt mit weiteren Zinserhöhungen im Jahresverlauf.

Die US-Notenbank Federal Reserve hingegen hat angekündigt, noch längere Zeit an ihrem umstrittenen Expansionskurs festhalten zu wollen. Ähnliches wird auch für Japan erwartet. Auch die Schweiz (moderate Inflationserwartungen)  und Großbritannien (schleppende Erholung) werden die Zinsen zunächst wohl nicht erhöhen. In der Summe begünstigt di Geldpolitik somit unverzinste Goldinvestments. Zusätzliche Impulse sind aber nicht zu erwarten.

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