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Gold und Silber: Die Woche der Wahrheit?


Bei Gold und Silber stehen wichtige Entscheidungen an. Der Goldmarkt schloss am Freitag weniger als 30 US-Dollar unter seinem bisherigen Allzeithoch von 1575 Dollar. Am Silbermarkt scheint sich das Risiko eines weiteren großen Kursverlustes zunächst verflüchtigt zu haben. Eine rasche Rückkehr zu früheren Hochs ist aber auch nicht in Sicht – wenn es in der anstehenden Handelswoche keine Überraschungen gibt.

Der Preis für eine Feinunze Silber schloss am Freitag bei knapp 36,30 Dollar. Nach dem Crash von 50 auf 35 Dollar ergibt sich nun das Bild einer eingeschlagenen Seitwärtsbewegung im unteren Bereich des Abwärtsimpulses. Eine kurzfristige Fortsetzungsformation – das für Bären wohl denkbar beste Szenario  -zeichnet sich nicht ab. Eine solche Formation hätte mittlerweile bereits mit einem Ausbruch nach unten abgeschlossen werden müssen.

Gold geht die Krisen-Luft aus

Der Goldmarkt muss nun bald ein neues Hoch markieren, um den Anfang des Jahres begonnenen Aufwärtstrend zu bestätigen. Sollte das nicht gelingen, stünden die Zeichen  zunächst auf Konsolidierung. Der Goldpreis ist charttechnisch aber nach unten gut abgesichert, so dass das Verlustrisiko derzeit moderat einzuschätzen ist. Im Bereich von 1400 Dollar findet sich ein sehr starker Unterstützungsbereich, dessen Durchbruch eine sehr viel größere Dynamik im Markt  erfordern würde als sie zuletzt bestand.

Krisen-Szenarien können den Goldpreis schon lange nicht mehr treiben. Das hat auch diese Woche wieder eindrucksvoll gezeigt. Während dem Devisenmarkt nach den schwachen US-Konjunkturdaten und der Einigung auf eine Zustimmung zu einem weiteren Kredit an Griechenland viel Bewegung war, bewegte sich der Goldpreis in der abgelaufenen Woche in einer Handelsspanne von kaum mehr als 10 Dollar.

In Euro kostet Gold so viel wie vor einem Jahr

Ein Blick auf den Goldpreis in Euro zeigt überraschendes: Gold ist heute nur ca. 10 Euro pro Feinunze teurer als vor genau einem Jahr. In der letzten Woche sank der Kurs um mehr als 20 Euro pro Feinunze auf knapp 1055 Euro. Europäer profitieren vom schwachen US-Dollar. Der Euro legte in der letzten Woche um mehr als vier Prozent gegenüber der US-Währung zu.

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