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Marktbericht: Platin ungewiss – Gold nimmt neuen Anlauf – Silber bleibt kritisch


An den Edelmetallmärkten bleibt es spannend. Bei Silber, Gold und Platin stehen Entscheidungen an. Die fundamentale Gemengelage ist in den vergangenen Wochen und Monaten zunehmend in den Hintergrund gerückt. Markttechnik und Psychologie sind die derzeit wichtigsten Kräfte.

Der Platinmarkt befindet sich seit Wochen in einer seitwärts gerichteten  Bewegung. Am Freitag schloss der Markt bei 1780 Dollar je Feinunze und damit nur wenige Dollar unter einem signifikanten charttechnischen Widerstand bei 1785 Dollar. Dort sind bereits mehrere Anläufe nach oben gescheitert. Wahrscheinlich ist deshalb zunächst ein schwacher Wochenverlauf, wobei die Unterstützungszone im Bereich von 1745 bis 1755 Dollar den Weg nach unten zunächst begrenzt.

Klare Signale entstehen erst bei einem Ausbruch aus der Range. Ein Ausbruch nach unten würde den Weg bis in den Bereich von 1620 Dollar freimachen. Bei einem Ausbruch nach oben wäre der Weg zum nächsten Widerstand bei knapp 1830 Dollar allerdings nicht weit. Erst wenn auch diese Hürde genommen wird, ist ein nachhaltiger Kursanstieg wahrscheinlich.

Scheitert Gold am Allzeithoch?

Der Goldmarkt könnte im Verlauf der anstehenden Woche einen neuen Anlauf auf sein Allzeithoch bei 1575 Dollar nehmen. Am Freitag schloss der Markt bei 1537 Dollar. Das Allzeithoch ist eine starke technische Hürde. Longpositionen unterhalb des Hochs lohnen sich für Positionstrader kaum. Ein neues Allzeithoch würde den intakten Trend bestätigen und den Weg nach oben frei machen.

Sollte der Goldpreis an der Hürde scheitern wäre das Eintreten in eine seitwärts bis leicht abwärts gerichtete Konsolidierungsphase wahrscheinlich. Die fände ihren vorläufigen Boden im Bereich von 1475 Dollar. Eine längerfristige Korrektur oder gar ein Ende des Aufwärtstrends könnten erst mit einem Durchbruch unter diese Marke beginnen.

Im Verlauf der letzten Handelswoche konnte der Silberpreis deutlich um fast neun Prozent zulegen. Obwohl eine Feinunze wieder mehr als 38 Dollar kostet ist das ein weiterer Abwärtsimpuls noch nicht vom Tisch. Der Aufwärtsimpuls der letzten Woche ist immer noch der Konsolidierung nach dem Crash zuzuordnen. Nur ein weiterer Kursanstieg bis in den Bereich von 39 bis 40 Dollar würde eine kurzfristige (bearishe) Fortsetzungsformation als Szenario hinfällig machen.

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