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Wochenauftakt: Gold stabil, Silber rauscht weiter nach unten


Der Silberpreis setzt seinen Absturz fort, der Goldpreis zeigt sich dagegen stabil. Zum Wochenauftakt gab es keine wesentlichen Überraschungen an den Edelmetallmärkten. Platin und Palladium notierten ebenso wie Gold fast unverändert. Äußerungen aus dem US-Finanzministerium zu einer im August bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit von Uncle Sam interessierten den Markt nicht.

Die stärkste Dynamik zeigt auch weiterhin der Silbermarkt. Am Montagabend notierte eine Feinunze bei 33,60 US-Dollar und damit fast fünf Prozent niedriger als am Freitag. Fundamentale Gründe dafür gab es nicht. Vielmehr scheint sich eine Fortsetzungsformation auszubilden. Nach dem Kurssturz von 15 auf 35 Dollar hatte der Markt sehr kurz konsolidiert. Am Montag wurden die Tiefs dieser Konsolidierung unterschritten.

Charttechnisch betrachtet ist damit der Weg frei für einen weiteren Abwärtsimpuls, der bis in den Bereich von 20 US-Dollar je Feinunze führen könnte. Solche Kursziele sind allerdings extrem grobe Schätzungen. In diesem Fall wurde vom am Montag erreichten Tief das Ausmaß der ersten Abwärtsbewegung abgezogen, um das charttechnische Kursziel zu ermitteln.

Der Goldmarkt zeigt sich vom Silber-Crash unbeeindruckt. Der Preis für eine Feinunze notierte am Montagabend bei 1490 Dollar und damit 0,3 Prozent niedriger als am Freitag. Vom bisherigen Allzeithoch aus beläuft sich der Verlust somit auf gerade einmal 5,5 Prozent, so dass ein Vergleich mit Silber sich verbietet. In Euro gerechnet liegt der Goldpreis sogar nur 2,5 Prozent unter seinem Allzeithoch. Eine Feinunze Platin kostete am Montagabend 1758 Dollar und damit rund 0,45 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für eine Feinunze Palladium legte um 0,8 Prozent auf 713 Dollar zu.

Am Montag haben die USA ihre Schuldengrenze bei rund 14,3 Billionen Dollar erreicht. Nur durch Umschichtungen im Haushalt kann eine formale Zahlungsunfähigkeit nach Angaben des US-Finanzministeriums noch bis August verhindert werden. Die Meldung, die vor allem innenpolitisch motiviert war, schockte die Märkte aber nicht. Es wird fest damit gerechnet, dass die Schuldengrenze zum dritten Mal während der Amtszeit von Barack Obama angehoben wird.

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