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Gold scheitert am Allzeithoch


Der Goldpreis konnte in dieser Woche kein neues Allzeithoch erklimmen. Der Preis für eine Feinunze notierte am Freitagabend bei 1429 Dollar und damit knapp unter dem Wochenhoch. Das Allzeithoch bei 1444 Dollar gewinnt als Widerstand deshalb zunehmend Signifikanz. Krisen-Schwung ist nicht zu erwarten – viel mehr Krise als derzeit geht nicht.

Die Konsolidierungsphase im Goldmarkt dauert nun  bereits seit dem vergangenen Herbst an. Zwar wurde zwischendurch  ein neues Allzeithoch gebildet. Dabei handelte es sich rückwirkend betrachtet jedoch um eine Bullenfalle. Der Markt stieg nur kurzzeitig über das vorangegangene Hoch und drehte dann. Die Gretchenfrage wird in den kommenden Wochen beantwortet: Setzt sich der Trend  nach oben fort oder kommt es zu einer längeren Konsolidierung oder gar einer größeren Korrektur?

Der langfristige Aufwärtstrend beim Gold ist nach wie vor intakt. Der Markt verliert aber zunehmend an Schwung. Das wird auch deutlich, wenn die jüngste Kursentwicklung im Kontext des aktuellen Zeitgeschehens betrachtet wird. Die Erdbeben-Katastrophe in Japan, deren Auswirkungen sich nach wie vor kaum abschätzen lassen und die Eskalation der Nahost-Krise in einem Angriff westlicher Streitmächte auf den lybischen Machthaber Gaddafi – beides konnte dem Goldpreis keinen neuen Schwung verleihen, obwohl Krisen eigentlich das Benzin des Metalls sind.

Anders als Gold setzt Silber zumindest charttechnisch bullishe Akzente. Der Silberpreis schloss am Freitagabend bei 37,25 Dollar und konnte damit im Wochenverlauf das vorangegangene Hoch überwinden. Die Aufwärtsbewegung, die den Kurs seit Mitte Januar von 27 auf 36 Euro getrieben hatte, wurde nur zu einem geringen Teil korrigiert, bevor das neue Hoch ausgebildet wurde. Das ist ein Hinweis auf starke bullishe Kräfte im Markt.

Vergleichsweise unspektakulär zeigen sich derzeit Platin und Palladium. Eine Feinunze Platin kostete am Freitagabend 1750 Dollar. Der Markt befindet sich damit kurzfristig betrachtet weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. Das Hoch auf 52-Wochen-Sicht liegt fast 120 Dollar entfernt. Mit 749 Dollar je Feinunze liegt der Kurs mehr als 110 Dollar unter dem letzten Hoch, von dem aus die derzeitige Korrektur einsetzte.

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