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Verbraucherschützer warnen vor Abzocke beim Goldverkauf


Verbraucherschützer warnen zum wiederholten Male vor Abzocke beim Goldverkauf. Viele Händler nutzen ihren Informations- und Erfahrungsvorsprung aus und zahlen unfaire Preise für Altgold. Wer Goldbestände zu Cash machen will, sollte deshalb erstens wissen was die Stücke wert sind und zweitens so viele Angebote wie möglich einholen.

Die Hausse am Goldmarkt überzeugt immer mehr Bundesbürger davon, sich von Schmuck, Münzen und Barren und zu trennen und ihr Gold zu Geld zu machen. Nach einem Abnehmer muss nicht lange gesucht werden: Quer durch alle Medien werben Händler um den Zuschlag und versprechen stets Höchstpreise. Spätestens an der übernächsten Straßenecke findet sich zudem ein präsenter Händler. Allzu oft lohnt sich der Verkauf jedoch nur für eine Seite des Geschäfts.

Verbraucherschützer beobachten den Boom mit viel Skepsis. Wie so oft in einem aufstrebenden Geschäftszweig im Finanzbereich tummeln sich unter den Händlern auch schwarze Schafe. Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen gibt einem Bericht der „Welt“ zufolge zu bedenken: „Der Markt erscheint völlig intransparent“. Eine faire Preisbildung ist seiner Ansicht nach alles andere als gängiger Standard. „Viele Ankäufer nutzen ihren Wissensvorsprung und bestimmen die Preise nach eigenem Ermessen“.

Oft vernachlässigen Verkäufer nach Ansicht von Verbraucherschützern die eigentlich angemessene Recherche. Denn schon kleine Mengen Gold sind Geld wert, für das sonst Wochen oder gar Monate gearbeitet werden muss. Ein Gramm des gelben Edelmetalls kostet derzeit rund 32 Euro. Das wissen viele Verbraucher mit gar keinem oder nur sehr oberflächlichem Bezug zur Finanzwelt oft aber gar nicht.

Der Weltmarktpreis für Gold bezieht sich auf eine Feinunze. Bei einer Feinunze handelt es sich nicht um eine Münze, sondern um eine Gewichtseinheit. Eine Feinunze wiegt 31,103 Gramm. Der Preis wird in US-Dollar angegeben, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes daneben steht. Um den Wert von einem Gramm Gold zu ermitteln, muss der Dollar-Preis für eine Feinunze zunächst durch den Wechselkurs dividiert werden. Durch Division des Ergebnisses durch 31 (Gramm) lässt sich der Wert für ein Gramm ermitteln.

Ein Beispiel: Eine Feinunze kostet am heutigen Donnerstagabend 1350 US-Dollar. Der Wechselkurs des Euros gegenüber dem Dollar notiert bei 1,35 (Werte gerundet). Werden 1350 durch 1,35 dividiert, ergibt das einen Wert von 1000 Euro für eine Feinunze. Geteilt durch 31 ergibt sich daraus ein Preis von 32,25 Euro pro Gramm Gold.

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