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„Operation Vollkreis“: Gerüchte um Rückkehr zu D-Mark


Die Bundesbank bereitet die nächste Währungsreform bereits vor und trifft Vorkehrungen für die Rückkehr zur Deutschen Mark. So jedenfalls lauten Gerüchte, die in verschiedenen Blogs im Internet kursieren. Ein Krisenstab mit der Bezeichnung „Vollkreis“ ist demnach dabei, Vorkehrungen für die Wiedereinführung der Mark zu treffen.

Für die Gerüchte gab es allerdings bislang keinerlei Bestätigung – weder von offizieller Seite noch aus Quellen, denen der Zugang zu geheimen Informationen dieser Art zu diesem Zeitpunkt zugetraut werden kann. Dass die Gerüchteküche brodelt, ist auch auf die anhaltende Euro-Krise zurückzuführen. Mit jedem Tag, an dem es der Politik nicht gelingt die Krise zu entschärfen werden neue und konkretere Gerüchte auftauchen.

Das Vertrauen in den Euro sinkt von Tag zu Tag. In einer Umfrage des „Stern“ äußerten 45 Prozent der Befragten, dass die Gemeinschaftswährung Deutschland mehr Nachteile als Vorteile gebracht habe. 48 Prozent der Befragten hätten demnach die Deutsche Mark gerne wieder als Währung zurück.

In einer anderen Umfrage fällt das Bild deutlicher aus – und zwar zulasten des Euros. In einer Befragung der „Bild am Sonntag“ stuften 54 Prozent der Befragten ihr eigenes Vertrauen in die gemeinsame europäische Währung als „sehr gering“ oder „eher gering“ ein. Lediglich 11 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage gaben demnach an, dass ihr Vertrauen in den Euro „sehr groß“ sei.

Es liegt in der Natur einer Währungskrise, dass sie umso gravierender und tiefgreifender wird, je länger sie andauert. Auf politischer Ebene wurden in diesem Jahr beispiellose Maßnahmen verabschiedet, die den Euro stabilisieren sollten – allesamt ohne Erfolg. Nach dem Hilfspaket für Griechenland folgte die Auflegung eines Rettungsschirms mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro, unter den Irland bereits aufgenommen wurde.

Der befristete Schirm wird nun in einen unbefristeten Mechanismus überführt und womöglich noch deutlich aufgestockt. Zu einer stabileren Lage an den Finanzmärkten konnten diese Maßnahmen bislang nicht beitragen. Der letzte vorläufige Höhepunkt der Währungskrise war die Forderung nach Euro-Bonds, die von Deutschland und Frankreich bislang abgelehnt werden.

Auch wenn die „Operation Vollkreis“ vermutlich ins Reich der Sagen und Legenden eingestuft werden kann, spitzt sich die Währungskrise immer weiter zu. Anleger sollten die Entwicklung noch aufmerksamer beobachten als bisher. Große Veränderungen sind nicht zwingend, aber durchaus im Bereich des Möglichen.

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