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Verbraucherzentralen warnen: Augen auf beim Goldverkauf


Goldhändler sprießen im Zuge der Hausse am Goldmarkt förmlich aus dem Boden. Das Geschäftsmodell boomt, weil sich mit dem Verkauf von Altgold schnell Bargeld beschaffen lässt. Nicht alle Anbieter arbeiten jedoch seriös. Unfaire Preise können den erhofften goldenen Geldsegen genauso zunichte machen wie Rücknahmeverpflichtungen. Verbraucherschützer heben warnend den Zeigefinger.

Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf die Verbraucherzentrale NRW, dass Händler sich beim Goldankauf vom Kunden oft eine so genannte Rücknahmeverpflichtung unterschreiben lassen. Diese verpflichtet den Verkäufer demnach im schlimmsten Fall sogar nach Jahren noch zur Rückerstattung des Kaufpreises im Gegenzug zum Herausgabe des Goldes. Im schlimmsten Fall könnte ein Händler Jahre später eine Rückabwicklung fordern, wenn die Goldpreise deutlich gefallen sind. Dann müsste das Gold zu einem höheren Preis (zurück) gekauft werden, als es dann am Markt gehandelt wird.

Verbraucher sollten derlei Klauseln deshalb nicht unterschreiben und ggf. einen anderen Händler aufsuchen. Vor zu niedrigen Preisen kann sich jeder Verkäufer selbst durch die Ermittlung des Marktwertes zum Zeitpunkt des geplanten Verkaufs schützen. Zwar lässt sich beim Verkauf kleiner Mengen nicht der Weltmarktpreis erzielen. Das gilt insbesondere beim Verkauf von Schmuck, der zunächst eingeschmolzen werden muss. Dennoch liefert der Preis im Handel ein brauchbares Indiz für ein faires Geschäft.

Verbraucher sollten den in Euro gerechneten Preis für ein Gramm Gold ermitteln. Das geht mit einem Taschenrechner sehr einfach. Zunächst kann der Tagespresse oder dem Interner der Weltmarktpreis entnommen werden. Dieser gibt ab, wie viele US-Dollar für eine Feinunze Gold bezahlt werden. Da eine Feinunze 31,103 Gramm wiegt muss dieser Preise zunächst durch eben diese Größe dividiert werden. Das Ergebnis wird dann noch in Euro umgerechnet (durch Division mit dem Wechselkurs) und ergibt dann den Preis pro Gramm in Euro.

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