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Goldpreis im Höhenrausch: Allzeithochs bald in allen Währungen


Der Goldpreis legt weiter zu und könnte bald in allen wichtigen Währungen auf Rekordniveau notieren. Nachdem gestern bereits ein Euro-Allzeithoch erreicht wurde, markierte der Preise für eine Feinunze des gelben Metalls am Mittwoch auch in Pfund gerechnet einen neuen Rekordstand und notierte über 890 Pfund Sterling.

Auch in den anderen Währungen geht es weiter aufwärts. In Euro gerechnet notierte der Kurs am Mittwochabend bei über 1070 Euro und damit rund 4 Euro über dem Niveau des vorangegangenen Abends. In Dollar gerechnet liegt der Kurs nun noch knapp 40 Dollar unter dem bisherigen Höchststand.

Der Euro konnte sich zwischenzeitlich stabilisieren und notierte am Abend wieder über 1,31 Dollar. Viele Analysten gehen jedoch davon aus, dass es sich lediglich um eine zwischenzeitliche Korrektur handelt und die Gemeinschafswährung schon bald wieder unter Druck geraten könnte. Das wird mit den anhaltenden Sorgen um die Zahlungsfähigkeit mehrerer Euro-Mitgliedstaaten begründet.

Neben den seit langem im Visier der Märkte stehenden Staaten Spanien, Portugal, Irland und Griechenland rücken nun auch Belgien und Italien zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Die Aufnahme Portugals und Spaniens in den Euro-Rettungsschirm wäre nach Ansicht von Experten zwar noch möglich. Spätestens bei einer so großen Volkswirtschaft wie Italien (die absolute Staatsschuld der Italiener entspricht in etwa der deutschen) wäre der Rettungsmechanismus aber definitiv überfordert.

Der Goldpreis könnte auch weiter Nutznießer der Schulden-Problematik sein. Schließlich wird immer deutlicher, dass praktisch alle großen Volkswirtschaften (Ausnahme: China) unter einer drückenden Schuldenlast leiden. Für viele Euro-Mitgliedstaaten gilt das genauso wie für die USA, Japan und Großbritannien.

Zwar wächst auch das Goldangebot. In China z.B. ist die Jahresproduktion in den ersten 10 Monaten des Jahres um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Sie betrug 280 Tonnen. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Commerzbank-Analysten meint, wird diese zusätzliche Produktion jedoch bereits durch den chinesischen Binnenmarkt vollständig absorbiert und nicht auf den Weltmarkt gelangen.

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