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Gold markiert Euro-Rekordhoch


Der Goldpreis hat in Euro gerechnet ein neues Allzeithoch markiert. Dafür ist zum einen die wieder steigende Nachfrage nach dem gelben Edelmetall verantwortlich. Vor allem macht sich aber die anhaltende Schwäche des Euros gegenüber dem Dollar bemerkbar. Die Gemeinschaftswährung leidet unter der europäischen Schulden-Misere.

In der Spitze erreichte der Preis für eine Feinunze Gold am späten Abend knapp 1067 Euro. Der Euro notierte unter der Marke von 1,30 Dollar bei 1,2982. Am Devisenmarkt breiten sich immer neue Sorgen im Hinblick auf verschuldete Staaten aus. Die Verabschiedung des Rettungspakets für Irland konnte die Situation nicht beruhigen. Neben Portugal und Spanien, die schon lange als weitere Kandidaten für den Euro-Rettungsschirm gelten, werden am Markt nun auch immer häufiger Italien und Belgien genannt.

Da die Bestrebungen der Politik zur Beruhigung der Märkte offenkundig nicht wirken und der Euro zudem unter die wichtige psychologische Marke von 1,30 Dollar gerutscht ist, hat der Goldpreis in Euro gerechnet allein durch die Wechselkursentwicklung nach Ansicht von Analysten weiteres Potenzial.

Auch in Dollar gerechnet könnte es jedoch weiter aufwärts gehen. Die Commerzbank verweist darauf, dass in China ein wichtiger Schritt zur Liberalisierung des Goldmarktes vollzogen wurde. Erstmals wurde ein Fonds zugelassen, der in ausländische Gold-ETFs mit physischer Besicherung investiert. Die chinesische Nachfrage nach Gold dürfte deshalb weiter wachsen und den Markt tendenziell nach oben treiben.

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