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Neuer Anlauf: Goldpreis steht vor Allzeithoch


Der Goldpreis nimmt abermals Anlauf auf ein neues Allzeithoch. Die Ankündigung der Federal Reserve Bank, US-Staatsanleihen im Umfang von 600 Mrd. Dollar zu kaufen, hat den Greenback unter Druck gesetzt und den Goldpreis beflügelt. Am frühen Abend notierte eine Feinunze bei 1382,95 US-Dollar und damit nur 4 Dollar unter dem bisherigen Rekordhoch.

Gegenüber dem Vortag legte der Kurs des gelben Edelmetalls um rund 2,6 Prozent zu. Marktbeobachter führen den Preisanstieg wie auch bei den letzten Aufwärtsimpulsen zu großen Teilen auf die Dollar-Schwäche zurück. Der US-Dollar gab gegenüber dem Euro deutlich nach. Für einen Euro wurden am Abend 1,4217 und damit 0,7 Prozent mehr als am Vortag bezahlt.

Der Abwertungsdruck auf den Dollar ist auf die Ankündigung der US-Notenbank Federal Reserve zurückzuführen. Deren Offenmarktausschuss hatte sich mit nur einer Gegenstimme für eine Fortführung der außergewöhnlichen expansiven Geldpolitik ausgesprochen. Die Zentralbank will bis zur Mitte des kommenden Jahres Staatsanleihen im Gegenwert von 600 Mrd. Dollar aufkaufen und so zusätzliche Liquidität in den Wirtschaftskreislauf spülen, die die lahmende US-Konjunktur beflügeln soll.

Zusammen mit den nun geplanten Aufkäufen in Höhe von 600 Mrd. besitz die Fed Wertpapierbestände im Umfang von 2,6 Billionen Dollar. Das ist mehr als viermal so viel wie vor der Finanzkrise. Die Notenbank sieht sich eigener Aussage nach nicht nur der Preisniveaustabilität, sondern auch der konjunkturellen Entwicklung verpflichtet. Sie steht ganz offensichtlich unter dem (Ein-)Druck der hohen Arbeitslosigkeit in den USA. Die amtliche Arbeitslosenquote lag zuletzt nur knapp unter 10 Prozent und damit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Der Goldpreis profitiert seit Monaten von jeder Abwertung des Dollar. Europäische Anleger müssen allerdings auf einen Teil der Gewinne verzichten, weil diese durch die Dollar-Schwäche aufgezehrt werden. In Euro gerechnet kostete eine Feinunze Gold am Donnerstagabend 974 Euro. Vom Allzeithoch war der Kurs damit noch rund 7 Prozent entfernt.

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