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Palladium, Silber und Co: Nicht nur der Goldmarkt boomt


Nicht nur der Goldpreis erklimmt immer neue Höhen. Auch Silber und Palladium befinden sich einem starken Aufwärtstrend. Wer sich nicht nur für Gold interessiert, kann andere Edelmetalel beimischen und so diversifizieren. Da die Märkte untereinander sehr hoch korreliert sind , sollte der Gesamtanteil an Metallen im Depot jedoch nicht angehoben werden.

Der Preis für eine Feinunze Silber betrug am Dienstagmittag 23,17 US-Dollar und notierte damit nur marginal unter dem jüngst erreichten Hoch von 23,51 USD. Der Markt konnte Anfang September eine charttechnisch wichtige Marke kurz über 20 Dollar überwinden. Charttechnisch ist der Weg nach oben nun frei.

Auch der Palladiummarkt befindet sich in einer ausgeprägten Hausse. Feinunze Seit Anfang 2009 legte der Preis für eine Feinunze von 160 auf mehr als 600 Dollar zu. Der Markt kämpft nun mit einem signifikanten Widerstand im Kursbereich um 600 Euro. Sollte diese charttechnische Hürde genommen werden, wäre dies ein klar bullishes Signal.

Der Platinmarkt ist ein Sonderfall unter den Edelmetallmärkten. Nach der Korrektur im Mai, bei der Preis für eine Feinunze von 1750 auf unter 1500 Dollar nachgab, konnte der Kurs zwar wieder deutlich zulegen. Das Kursniveau um 1750 erweist sich nun aber als wichtiger charttechnischer Widerstand. Erst beim Überschreiten dieser Hürde käme ein neuerlicher Anlauf auf das bisherige Allzeithoch bei 2300 Dollar in Betracht.

Die Reaktion des Kurses auf den Nachfragerückgang aus der Industrie während der Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass Platin aufgrund der industriell geprägten Nachfrage eine Sonderstellung zukommt. Damals rauschte der Kurs von 2300 auf unter 750 US-Dollar je Feinunze.

Die Korrelation der einzelnen Metalle untereinander ist unterschiedlich. Der Korrelationskoeffizient zwischen Silber und Gold auf Basis der vergangenen 12 Monate ist mit 0,96 sehr hoch. Auch Silber und Platin weisen mit einem Koeffizient von 0,93 einen starken Gleichlauf auf. Für Gold und Palladium weist der Korrelationskoeffizient einen deutlich geringeren Wert von 0,79 auf. Für die letzten 12 Monate ist das der geringste Koeffizient unter Gold, Silber, Platin und Palladium.

Die Korrelation ist für die Einschätzung des Klumpenrisikos wichtig, das mit einem Investment in einen Edelmetall-Korb einhergeht. Eine hohe Korrelation, die bei Edelmetallen insgesamt existiert, verstärkt dieses Risiko. Anleger, die bereits mit 10 bis 15 Prozent ihres Vermögens in Gold investiert sind sollten deshalb Zukäufe in anderen Metallen mit besonderer Vorsicht angehen.

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