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Tresor ist voll: JP Morgan eröffnet neue Goldlagerstätte


Die anhaltend große Nachfrage nach Gold bringt Banken an die Grenzen ihrer Lagerkapazitäten. Die US Investmentbank JP Morgan wird deshalb einen bereist stillgelegten Tresor im New Yorker Stadtteil Manhattan wiedereröffnen. Auch andere Banken planen Brancheninsidern zufolge, ihre Lagerkapazitäten auszubauen.


Der Grund für den wachsenden Bedarf an Lagerfläche liegt in der großen Nachfrage von privaten und institutionellen Finanzinvestoren nach Goldinvestments, die durch physische Ware besichert sind. Die Emittenten von ETCs zum Beispiel halten die Menge Gold, auf die die Besitzer ihrer Schuldverschreibungen Anspruch haben, in Form von Barren vor.
Die Deutsche Börse Commodities GmbH emittiert mit dem handelbaren Produkt Xetra-Gold den bekanntesten Gold-ETC im deutschsprachigen Raum. Zur Besicherung der Schuldverschreibungen hat das Unternehmen einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge 50 Tonnen Gold in 12,5-Kg-Barren in einem Tresor in der Bankenmetropole Frankfurt am Main eingelagert.
Der weltweit größte Goldfonds SPDR Trust verwaltet gegenwärtig sogar 1.300 Tonnen Gold. Der Bestand zählt damit zu den größten der Welt. Die während der Finanzkrise gewachsene Sorge vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems und die nach wie vor bestehenden Ängste vor einer Inflationierung der Staatsschulden durch Regierungen und Notenbanken sind nach Ansicht von Experten wichtige Gründe für das anhaltend große Interesse an physischem Edelmetall.
Die Goldreserven der Bundesbank gewinnen durch die Hausse stetig an Wert. In den Kellern der Hausbank des Bundes lagern ca. 3.400 Tonnen Gold. Bewertet zum aktuellen Marktpreis entspricht dies einem Vermögen von mehr als 100 Mrd. Euro. Deutschland ist nach den USA, die rund 8.100 Tonnen Gold besitzen, der größte Goldbesitzer der Welt.

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