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Dollar schwach: Gold und Silber setzen Rekordjagd fort


Die Hausse der Edelmetalle setzt sich in unvermindertem Tempo fort. Sowohl Gold als auch Silber verteuerten sich abermals deutlich. Eine Feinunze Gold kostete am Mittwoch zum ersten Mal fast 1350 Dollar. Der Silberpreis stieg auf mehr als 23 Dollar an. In Euro gerechnet fiel der Kursanstieg allerdings geringer aus, weil der Dollar gegenüber der Gemeinschaftswährung stark unter Druck steht.

Die Fortsetzung der Hausse wird von Beobachtern auf verschiedene Ursachen zurückgeführt. Zum einen gilt die Dollar-Schwäche als Grund für die wachsende Nachfrage nach Edelmetallen. Die US-Notenbank hatte kürzlich klargestellt, dass sie die Politik des billigen Geldes noch für lange Zeit beibehalten und sogar ausweiten will. Daraufhin geriet der Greenback unter Druck. Ein Euro kostete am Mittwoch 1,40 Dollar.
Ein schwächelnder Dollar reduziert die Gewinne europäischer Anleger, die diese erzielen, wenn ihre Gold- und Silberinvestments im Wert steigen. Edelmetalle werden in US-Dollar notiert. Fällt der Wert des Dollar gegenüber dem Euro stärker als die Kurse der Edelmetalle zulegen, fällt sogar ein Verlust an.
Anleger, die mit einem anhaltenden Abwärtsdruck auf den Dollar rechnen, sollten die Möglichkeit einer Währungssicherung in Betracht ziehen. Diese ist vornehmlich für Investoren interessant, die die Trendstärke der Edelmetall-Märkte ausnutzen möchten und sich davon kurz- bis mittelfristige Gewinne erhoffen.
Eine Möglichkeit, das Währungsrisiko auszuschalten, besteht im Einstieg in den Markt über Quantozertifikate. Diese bilden den Kurs ihres Basiswertes nach und normieren den Wechselkurs zwischen Euro und Dollar dabei auf 1:1. Anleger können deshalb ohne Wechselkursrisiko investieren. Quantozertifikate sind allerdings mit einem Emittentenrisiko verbunden. Sie eignen sich deshalb definitiv nicht für Investoren, die Gold und andere Edelmetalle als Krisenwährung betrachten und sich deshalb eindecken.
Ein weiterer Grund für die anhaltende Kursdynamik ist diese selbst. Wie in allen Märkten gilt auch bei Gold und Silber, dass die Wahrscheinlichkeit weiter steigender Kurse nach dem Erreichen bzw. Überschreiten eines Allzeithochs signifikant höher ist als die sinkender Notierungen. Das Fehlen charttechnischer Widerstände und die Generierung von Kaufsignalen durch computergestützte Handelssysteme tragen in einem solchem Umfeld viel zu den Kursanstiegen bei.
Auch die überraschende Zinssenkung der japanischen Notenbank wird von Metallhändlern als Begründung für die steigenden Kurse angeführt. Die Bank of Japan hatte angekündigt, den Leitzins auf 0,00 bis 0,01 Prozentpunkte zu senken und darüber hinaus über eine Ausweitung ihres Anleiheankaufsprogramms zusätzliche Liquidität in den Markt zu pumpen.

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