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Gold über 1.300 Dollar


Der Goldpreis hat die Marke von 1.300 US-Dollar überschritten und setzt seinen Höhenflug damit unvermindert fort. Am Dienstag notierte der Preis für eine Feinunze Gold bei 1312,65 US-Dollar. Es handelt sich um das zehnte Rekordhoch binnen 12 Handelstagen. Neben dem charttechnischen Schwung, den Rekordhochs mit sich bringen, treiben Entwicklungen am Devisenmarkt den Preis.


Der US-Dollar gibt gegenüber dem Euro derzeit deutlich nach. Für einen Euro werden aktuell mehr als 1,36 Dollar gezahlt. Die gegenwärtige Dollar-Schwäche ist auf Ankündigungen der US-Notenbank im Hinblick auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zurückzuführen. An den Märkten wird dies zunehmend als Indiz für eine inflationäre Entschuldungspolitik der USA gesehen.
Ein weiterer Grund für die Fortsetzung der Hausse wird von Experten in der wachsenden Goldnachfrage aus China gesehen. Die Aufwertung des Yuan macht das Metall für Chinesen billiger und somit attraktiver.
An den sonstigen fundamentalen Bedingungen hat sich zuletzt nicht viel geändert. Das Zinsniveau ist weltweit niedrig und die Inflationssorgen halten sich beständig. Die wachsenden Einkommen in Schwellenländern wie Indien und die per Saldo ausgeglichene Goldpolitik der Notenbanken weltweit sprechen ebenfalls für ein weiterhin bullishes Marktumfeld.
Technisch betrachtet finden sich im Goldmarkt bullishe, aber auch bearishe Indizien. Der Markt erscheint zwar kurzfristig überkauft, so dass eine Konsolidierung nicht auszuschließen ist. Der Markt ist ohne Korrektur von 1160 Dollar auf das heutige Niveau angestiegen. Charttechnisch finden sich allerdings keinerlei Widerstände, die der Hausse ein Ende bereiten könnten.
Das Interesse deutscher Privatanleger an Gold als Investment wächst. Neben ETCs spielen dabei auch physische Lieferungen eine immer größere Rolle. Banken reagieren darauf und bieten Goldlieferungen aktiver an als in der Vergangenheit. Anleger sollten beim Kauf physischer Metalle besonders genau auf den Preis achten und sich den fairen Marktpreis tagesaktuell ausrechnen. Bei einigen Banken fallen die Geld-Brief-Spannen sehr weit aus.

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