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Geht der Gold-Hausse die Luft aus?


Der physische Goldmarkt rechtfertigt keine weiteren exorbitanten Preissteigerungen. Das ist die Ansicht des Investmentexperten Ulrich von Auer, die in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen ist. Von Auer äußert sich zurückhaltend zum Goldmarkt und sieht das Risiko eines Rückschlags.
Das größte Risiko besteht seiner Auffassung nach darin, dass die Inflation, vor der die Marktteilnehmer sich derzeit fürchten, nicht kommt. Er stellt in diesem Zusammenhang die Eigenschaft von Gold als Ersatzwährung in den Vordergrund: „Edelmetalle lohnen sich, wenn das Papiergeld seine Funktionen (Recheneinheit, Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel, Anm. d. Redaktion) nicht mehr erfüllt.
Von Auer zufolge wird es nur dann noch einmal zu einem starken Kursanstieg beim Gold kommen, wenn Gold auch weiterhin als Universal-Instrument zur Absicherung gegen verschiedenste Arten von Krisen genutzt wird oder aber tatsächlich inflationäre Tendenzen in größerem Umfang stattfinden.
Dennoch hält der Investmentexperte die Beimischung von Gold zu einem Portfolio für gerechtfertigt. Er hebt dabei allerdings hervor, dass auch derivative Strategien, wie z.B. Covered-Call-Writing und die damit verbundene Vereinnahmung von Optionsprämien sowie Strategien mit einer Absicherung nach unten ein geringeres Risiko darstellen als ein Direktinvestment in den Goldmarkt.

Von Auer betont zum Schluss seines Statements, dass der inflationsbereinigte Höchstkurs des Goldes im Jahr 1980 bei 2200 Dollar lag – und damit rund 1000 Dollar über dem heutigen Kurs.

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